Das Tutor*innensystem „Peer-to-Peer“ – ein Erfolgsmodell!
Mit großem Erfolg haben wir seit dem Frühjahr 2022 mit dem Tutor*innensystem in der Werkstatt der Pfennigparade begonnen.
Die Mission: „Die Eingliederung neuer Werkstattmitarbeiter*innen verbessern und vereinheitlichen, sowie feste Ansprechpartner*innen neben der Gruppenleitung nach dem Peer-to-Peer-Ansatz schaffen“.
Neue Werkstattmitarbeiter*innen werden ab sofort von Beginn an in den verschiedenen Erprobungen noch besser begleitet. Die Tutor*innen begrüßen die neuen Kolleg*innen, stellen sie der jeweiligen Werkstattgruppe vor, weisen sie in die täglichen Gruppenabläufe und Gruppenregelungen ein und stehen bei Fragen und Unsicherheiten als zusätzliche Ansprechpartner*innen neben den Gruppenleitungen zur Verfügung.

„Der Tutorenkurs befähigt unsere Werkstattmitarbeitenden dazu, ihren Arbeitsplatz bei uns aktiv mitzugestalten. Als Tutor*innen sind sie direkt mit involviert in die Themen der Teilhabe und Inklusion am Arbeitsplatz, die für uns als Werkstatt essentiell sind. Mir macht es große Freude zu sehen, wie die Kursteilnehmer*innen sich weiterentwickeln und ihre neuen Rollen nach und nach einnehmen können.“ – Rosalie Axtner, Kursleitung
Wer ist als Tutor*in geeignet?
- Alle, die gerne mit Menschen in Kontakt sind und es lieben, anderen zu helfen
- Alle, die Freude an einer neuen Aufgabe oder an einer neuen Herausforderung haben
- Alle, die beruflich gerne mehr Verantwortung übernehmen möchten
Von Bildungsbegleiterin Rosalie Axtner wurde ein speziell angepasster ABA-Kurs konzipiert, um die sozialen und fachlichen Kompetenzen der Tutor*innen weiterzuentwickeln und zu stärken. Marco Donaubauer aus der EDV-Erfassung aus Unterschleißheim erzählt: “Durch den Kurs kann ich mich besser in eine Person hineinversetzen und weiß, wie ich mit jemandem umgehen soll”.
Die Kurse werden flächendeckend an allen Standorten angeboten. In den Kursen erfolgt nach dem gegenseitigen Kennenlernen eine Einführung in das Tutor*innensystem. Es werden Gesprächsregeln erarbeitet, über Konfliktlösungen gesprochen und die Kompetenzen gestärkt. Die Implementierung des Gelernten erfolgt im Kurs durch Rollenspiele und weiterführend durch die eigene praktische Umsetzung durch die Tutor*innen im Arbeitsalltag. Herr Stergios Pegios von der Konfektionierung aus Unterschleißheim sagt, „Der Kurs war gut, er hat uns gut vorbereitet. Wir haben auch die Unterlagen und können, wenn wir etwas brauchen, immer nachschauen oder anrufen“.
“Der Kurs war gut, er hat uns gut vorbereitet. Wir haben auch die Unterlagen und können, wenn wir etwas brauchen, immer nachschauen oder anrufen [Anm.: bei der Kursleitung/ Projektverantwortlichen]” – Stergios Pegios, Konfektionierung, Unterschleißheim
“Durch den Kurs kann ich mich besser in eine Person hineinversetzen und weiß, wie ich mit jemand umgehen soll” – Marco Donaubauer / EDV-Erfassung, Unterschleißheim

In der Praxis können die Tutor*innen das Gelernte umsetzen. So werden Werkstattmitarbeiter*innen selbst zum “Anleitenden”. Sie kommen mit anderen Tutor*innen in Austausch und können ihre Kompetenzen in praktischen Übungen ausprobieren.
Am Ende des ABA-Kurses bekommen die Tutor*innen eine Bescheinigung, mit der sie offiziell als Tutor*in der eigenen Gruppe mitwirken können. Darüber hinaus steht Frau Rosalie Axtner fortlaufend als fachliche Begleitung bei Fragen zur Verfügung.
